Prognose: Altersarmut auf dem Vormarsch
In jungen Jahren auf der Gewinnerseite, im Ruhestand am Rockzipfel des sozialen Netzes – viele Arbeitnehmer fürchten sich vor diesem Szenario. Allerdings rechnen Experten damit, dass das Schreckgespenst der Altersarmut in Zukunft für viele Bürgerinnen und Bürger zur bitteren Realität wird. Bis 2025 soll sich die Zahl derer, die von Grundsicherung leben, vervierfachen.
Wechselhaftes Arbeitsleben & die Folgen
Ein Grund für den massiven Anstieg: Ein Arbeitsleben verläuft nicht mehr kontinuierlich. Wird die Erwerbsbiografie unterbrochen, fehlen die Beiträge für die spätere Rente. Ein weiteres Problem sind die Teilzeit- und Niedriglohnjobs. Eigentlich geschaffen, um Erwerbslose in Lohn & Brot zurückzuführen, ersetzen sie in einigen Unternehmen Vollzeitstellen.
Und je niedriger das Einkommen, umso geringer die Beiträge. In Kombination mit steigenden Lebenshaltungskosten entsteht die Basis dafür, dass der Anteil der über 65-Jährigen mit Grundsicherung von derzeit 2,5 Prozent auf vermutlich zehn Prozent im Jahr 2025 steigen wird. Selbst Experte Bert Rürup warnt vor den Folgen, die diese Entwicklung haben kann.
Denn eine hohe Altersarmut birgt soziales Konfliktpotenzial in sich. Derzeit erhalten rund 400.000 Personen Grundsicherung.
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