Rainer Brüderle droht Mineralölkonzernen
Der Blick an der Zapfsäule ist für viele Autofahrer ein Schock. Mit einem Preis von 1,50 Euro ist der Liter Superbenzin inzwischen wieder fast so teuer wie vor der Finanzkrise. Und eine Entwicklung in die andere Richtung ist unwahrscheinlich. Einzig Ende Januar könnte es für die Autofahrer Entspannung geben. Sofern sich als Wahrheit herausstellt, was viele Verbraucher denken. Nämlich dass es zwischen den Mineralölkonzernen Preisabsprachen gibt.
Kartellamt prüft 100 Tankstellen
Bereits seit drei Jahren werden durch das Bundeskartellamt 100 Tankstellen geprüft. In den Regionen Hamburg, Köln, Leipzig und München nehmen die Wettbewerbshüter jede Preisveränderung wahr. Sofern das Kartellamt wirklich Hinweise für Absprachen offenlegt, könnte es für die Konzerne ungemütlich werden.
Rainer Brüderle drohte bereits am Wochenende mit Konsequenzen für die Konzerne. Bislang ist der Ausgang der Untersuchung offen. Allerdings scheint sich der nächste Preisschub schon an der Zapfsäule abzuzeichnen. Denn mit Einführung des neuen E10-Benzins rechnen Experten mit einem Preissprung beim klassischen Super.
Wirtschaftsminister Brüderle sprach sich gegenüber der “Bild”-Zeitung gleichzeitig auch für mehr Wettbewerb auf dem Markt aus. Und ermunterte Discounter dazu, den Platzhirschen Konkurrenz zu machen.
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