Blauer Dunst

Raucher müssen 2012 tiefer in die Tasche greifen

Rauchen wird im kommenden Jahr teurer. Nicht nur, dass der Fiskus durch eine höhere Tabaksteuer 2012 den blauen Dunst verteuert – auch die Tabakkonzerne wollen die Chance nutzen. Dies geht zumindest aus Äußerungen verschiedener Unternehmen der Branche hervor. So hat Werner Barth als Chef von Philip Morris Deutschland gegenüber der „Welt“ erklärt, dass „wir jede Steuererhöhung zum Anlass nehmen, unsere Preisstrategien zu überdenken“.

Teuerung beim Tabak bis 2015

Unterm Strich werden sich die Preissteigerungen, mit denen Verbraucher rechnen werden müssen, auf zehn bis 20 Cent belaufen. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Denn die Bundesregierung will die Tabaksteuer sukzessive anheben. Im Klartext werden sich Raucher deshalb auf steigende Tabak- und Zigarettenpreise bis 2015 einstellen müssen – um jährlich vier bis acht Cent pro Packung Zigaretten.

Für die Konzerne und den Fiskus bedeuten die Preissteigerungen Mehreinnahmen in Millionenhöhe. So wird in Expertenkreisen davon ausgegangen, dass allein dieses Jahr 200 Millionen Euro mehr in der Staatskasse klingeln. Insgesamt soll die Anhebung der Tabaksteuer dem Bund Mehreinnahmen von rund 1 Milliarde Euro bescheren. Und auch die Erfahrungen der Vergangenheit deuten darauf hin, dass die höheren Preise den Konsum nicht signifikant verringern. Bestes Beispiel ist die letzte Erhöhung der Preise, die laut Marcus Schmidt von Reemtsma zu keinem spürbaren Einbruch geführt hat.
Was bleibt den Verbrauchern als Ausweg? Branchenkenner vermuten, dass in Zukunft einige Raucher nicht nur die Marke – weg vom Premiumprodukt hin zu günstigen Zigaretten – wechseln werden, sondern komplett umsteigen – auf den billigeren Tabak zum Selberdrehen.

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