Rendite bei Tagesgeld fast auf Rekord Tiefstand
Es gab durchaus immer wieder Phasen, in denen die deutschen Sparer zum klassischen Sparbuch nur sehr wenige Alternativen hatten.
Dann jedenfalls wenn ihnen die Sicherheit bei den möglichen Geldanlagen das höchste Gut ist. Tagesgeld war für viele Anleger eine Art Lichtblick am Horizont, bei dem die Renditen deutlich höher waren, ohne dass die Bankkunden dafür gleich auf die Sicherung ihrer Einlagen verzichten mussten.
Doch nun sind es nicht nur die Kunden in Deutschland, die derzeit miterleben, wie die Zinsen sowohl bei den gängigen Tagesgeldkonten als auch bei der Alternative Festgeld immer weiter sinken. Der Hinweis auf die so genannten Realzinsen, die sich auf der niedrigen Inflationsrate hierzulande ergeben für die Anleger, mag grundsätzlich berechtigt sein.
Richtig ist aber eben auch, dass die stetigen Anpassungen und Korrekturen der Tagesgeld-Zinsen durch die Banken dazu geführt haben, die Rendite für das Modell Tagesgeld inzwischen auf den niedrigen Stand seit rund sieben sinken zu lassen. Experten haben erst zum Wochenbeginn aktuelle Zahlen zum Tagesgeldzins kalkuliert.
Diese geben den durchschnittlichen Zinssatz mit nur noch knapp unter 1,50 Prozentpunkten an. Besonders auffallend ist das Tempo, mit dem die Tagesgeld-Anbieter vereinzelt aus vormals hohen Zins-Regionen Senkungen auf Minimal-Niveau vorgenommen haben.
Das Argument für die Entwicklungen aufseiten der Banken, ist stets dasselbe: Man müsse auf den Leitzins der EZB angemessen reagieren.

