Rente: Arbeitnehmer verlieren Vertrauen in Altersvorsorge
Eine sichere finanzielle Zukunft im Alter – in den Augen vieler Arbeitnehmer scheint dies immer mehr zum Luxusgut zu werden. Eine neue Studie belegt, wie dramatisch das Vertrauen der deutschen Arbeitnehmer in die Altersvorsorge gesunken ist.
Mehr als jeder Dritte fürchtet etwa, dass die gesetzliche Rente vom Staat zur Bekämpfung der Schulden zusammengestrichen wird. Für 28 % der Befragten ist die Rente durch die Inflation in Gefahr. Ansichten, die beunruhigen. Damit nicht genug – die Studie legt zudem offen, dass Arbeitnehmer der privaten Altersvorsorge ebenfalls misstrauen.
Private Altersvorsorge gekürzt und gekündigt
Die Umfrage im Auftrag der Postbank hat sich auch mit der privaten Altersvorsorge beschäftigt. Und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. Rund 20 % der Befragten haben unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise die private Vorsorge zusammen- oder ganz gestrichen.
Es fehlt dabei nicht unbedingt am Wissen, wieviel eigentlich in die Altersvorsorge fließen müsste. Die Verbraucher scheinen nach der Krise dem System zu misstrauen und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Gelder. Vom Misstrauen der Arbeitnehmer ist sogar die lange als optimale Alterssicherung gelobte Riester-Rente betroffen. Die Zustimmung jüngerer Arbeitnehmer für die staatlich geförderte Altersvorsorge hat sich fast halbiert.

