Rösler: GKV Versicherte sollen Behandlungen im Voraus bezahlen

Die Hartz-IV-Reform ist seit Bekanntwerden der Erhöhung um 5 Euro das beherrschende Thema. Dabei stehen auf dem politischen Parkett weitere Großprojekte zur Debatte – wie die Gesundheitsreform. Und die gesetzliche Krankenversicherung ist derzeit eine Großbaustelle. Zusatzbeiträge, Beitragsanhebungen und hohe Arzneimittelkosten sind nur einige Themen, mit denen sich Gesundheitspolitiker beschäftigen müssen.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat eine Idee in den Raum gestellt, die in seinen Augen scheinbar eine Entspannung der Situation entspricht. Die Versicherten der GKV sollen in Zukunft ihre Arztrechnung im Voraus selbst zahlen und sich das Geld von den Kassen holen.

Modell der privaten Krankenversicherung in der GKV

Eine Möglichkeit, die zwar bereits besteht, aber nur selten genutzt wird. Ginge es nach Philipp Rösler, wäre damit Schluss. Zwar soll eine Kostenerstattung ähnlich der PKV nach wie vor freiwilliger Natur sein. Der Gesundheitsminister will aber mehr Anreize schaffen – wie eine verkürzte Mindestvertragslaufzeit und höhere Kostenerstattungen. Seitens des Koalitionspartners CDU/CSU wird der Vorschlag allerdings mit Argwohn betrachtet. Max Straubinger, Gesundheitspolitiker der CSU, hält von einer Kostenerstattung in der GKV wenig. In den Augen Straubingers zahlen Patienten „im Extremfall immer nur drauf“. Gleichzeitig würden die Vorauszahlungen nur noch mehr Verwirrung stiften.

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