Rürup kritisiert Plan zur Kennzeichnung von Altersvorsorge Modellen
Er selbst ist einer der wenigen Experten aus dem Bereich der Altersvorsorge, nach denen ein eigenes Modell zur Absicherung für die deutschen Verbraucher benannt wurde.
Inzwischen ist der ehemalige Rentenspezialist der SPD als Chefökonom für den bekannten Finanzdienstleister AWD mit Sitz in Hannover tätig. In öffentliche Debatten mischt sich Bert Rürup aber auch weiterhin gerne ein.
So spricht sich der Wirtschaftsexperte aktuell gegen eine Regelung aus, die schon im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung keineswegs nur positive Stimmen nach sich gezogen hatte. Eine Ampelkennzeichnung, so der AWD-Ökonom, hält er schlichtweg nicht in konsequenter Form für umsetzbar.
Das Problem sei offensichtlich: Die Kennzeichnung für die Produkte aus dem Bereich der Geldanlagen und Altersvorsorge müsste individuell angeboten werden. Denn Parameter, die für Alleinstehende möglicherweise sinnvoll sind, entbehren für Familien jedweder passender Grundlage. Doch gerade für die Altersvorsorge seien Aussagen zur individuellen Entscheidung das wesentliche Auswahlkriterium.
Die SPD hatte den Punkt Risiko-Kennzeichnung von Finanzprodukten in ihr aktuelles Wahlprogramm zur bevorstehenden Bundestagswahl aufgenommen. Rürup, der seinerzeit für Kanzler Schröder und dessen rot-grüne Regierung als Berater fungierte, hält diese Pläne für nicht praktikabel. Weder für die nach ihm benannte private Altersvorsorge Rürup-Rente noch für andere Produkte des Finanzmarktes.
Vergleichbarkeit bedürfe parallel dazu auch einer Vergleichbarkeit der jeweiligen Lebenssituationen. Und genau hier sieht der Experte das Problem der Forderungen nach der Ampelkennzeichnung.

