Rund 1 Million Versicherte verweigert Zusatzbeitrag der GKV

Experten hatten vor der Einführung des Gesundheitsfonds vor dessen Folgen gewarnt. Um den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit zu geben, finanzielle Engpässe auszugleichen, hat die Bundesregierung die Grundlagen für eine Erhebung von Zusatzbeiträgen geschaffen, die nicht lange auf sich haben warten lassen. Die Versicherten hat dabei niemand gefragt.

Deren Reaktion auf die zusätzlichen Kosten für die Krankenversicherung fällt erwartungsgemäß kühl aus. Wie die „Bild“ berichtet, sollen rund 30 Prozent der Beitragszahler den Zusatzbeitrag verweigern – also rund eine Million gesetzlich Versicherte.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag bei 8 Euro

Derzeit liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei rund 8 Euro, kann aber bis maximal 37,50 Euro im Monat steigen. Und wird damit zu einer ernsthaften Belastung für den Beitragszahler. Dass ein Drittel der Versicherten diese Last nicht ohne Weiteres schultern will, ist zwar verständlich. Es auf eine Kraftprobe mit den Krankenkassen anzulegen, davor warnen Experten allerdings. Denn wer den Zusatzbeitrag weiterhin verweigert, muss am Ende mit der Eröffnung eines Mahnverfahrens und steigenden Kosten rechnen. Allein die Säumniszuschläge können durchaus schmerzhafte Spuren in der Haushaltskasse hinterlassen. Und schärfere Sanktionen gegen säumige Zahler sind im Gesundheitsministerium bereits in Planung.

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