Sarrazin spricht sich für Banken-Verstaatlichung

Etwas absonderlich wirken die Forderungen des Finanzsenators von Berlin bezüglich der Vorgehensweisen bei angeschlagenen Banken dann doch.

Denn bisher war es gerade Thilo Sarrazin aus der SPD, der in der Hartz IV Debatte nicht gerade durch eher dem Sozialismus nahe Forderungen bekannt geworden war. Ganz im Gegenteil.

Und dennoch: Ausgerechnet der Berliner Finanzsenator Sarrazin ist es, der sich dafür ausspricht, dass der Staat bei vereinzelten Banken im Land im schlimmsten Falle auch vor einer gänzlichen Verstaatlichung nicht zurückschrecken dürfe. Handele es sich dabei um eine Bank, der die Privatanleger kein Eigenkapital mehr anvertrauen, müsse nun einmal der Gesetzgeber nach Mitteln und Wegen zur Rettung suchen.

Dies könne eben unter anderen dadurch umgesetzt werden, dass die Banken vom Bund Geld bekommen und der Staat selbst zum Vollaktionär wird. Übereinstimmung mit anderen Polit-Kollegen herrscht beim Senator einmal mehr beim Thema „Bad Bank“. Sarrazin hält die Schaffung eines solches Institutes für unnötig und wenig zwecksdienlich.

Sofern der Staat Banken tatsächlich übernehmen werde, könne das geplante Vorgehen einer solchen Bad Bank schließlich genauso gut realisiert werden. So könnte dann anstelle von einer Bad Bank eine Vielzahl von guten und schlechten Banken entstehen, bei denen der Staat von Fall zu Fall beschließt, wie mit risikobehafteten Aktien und toxischen Hypotheken vorzugehen sei.

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