Schufa und Co. – Daten oft veraltet oder fehlerhaft
Wirtschaftsauskunfteien stehen seit geraumer Zeit unter Beobachtung. Neben Verbraucherschützern, die immer wieder umstrittene Geschäftspraktiken bemängeln, hat auch die Stiftung Warentest offengelegt, dass bei den Auskunfteien die Zahl der Lücken teilweise ein bedenkliches Ausmaß annimmt.
So hat von den fast 90 Testpersonen nur ein kleiner Teil keine Beanstandungen in puncto Korrektheit der Daten bei der SCHUFA anmelden müssen. Aber nicht nur Fehler in den Datensätzen machen den Verbrauchern das Leben schwer. Auch die teilweise mangelhafte Informations- und Auskunftspolitik der Auskunfteien seitens derer, über die Daten gespeichert werden, lässt zu wünschen übrig.
Seit 1. April eine Selbstauskunft pro Jahr kostenlos
Experten raten angesichts fehlerhafter Einträge, die in Tests und Stichproben immer wieder auftauchen, dringend zur Nutzung der neuen Regeln. Einmal pro Jahr können Verbraucher ihre Daten bei den Auskunfteien abfragen – und zwar kostenlos. Diese Stärkung ist zum 1. April 2010 in Kraft getreten. Speziell alte Einträge sollten genau geprüft werden. Bereits abgelöste Darlehen oder Negativmerkmale, über deren Erledigung sich in den Akten der Auskunfteien kein Vermerk findet, können im Alltag zur Hürde werden, die Verbraucher aus eigener Kraft nicht überwinden können.

