Schuldenkrise: Moody’s nimmt Portugal ins Visier
Die Ratingagenturen haben bereits der grünen Insel Irland einen herben Dämpfer kurz vor Weihnachten versetzt und die Bonität heruntergestuft. Jetzt nimmt die Agentur Moody’s einen weiteren europäischen Pleitekandidaten ins Visier. Portugal droht eine Abwertung der Bonität – und zwar gleich um zwei Stufen. Derzeit hat Portugal noch die Ratingnote A1.
Prüfung der Bonität angekündigt
Die Analysten der Ratingagentur wollen die Bonität des Euro-Landes prüfen, da die Wachstumsaussichten alles andere als positiv ausfallen. Ein Grund: Das rigide Sparprogramm, mit dem versucht wird, den Haushalt zu gesunden.
Am Beispiel Portugal zeigt sich, dass Sparen nicht immer von Vorteil sein muss. Allerdings hat Moody’s auch darauf hingewiesen, dass die Zahlungsfähigkeit derzeit kein Problem darstellt.
Auswirkungen einer niedrigen Bonität
Sollte sich die Ratingagentur zu dem Schritt entscheiden und die Bonität zurückstufen, wird es für Portugal noch schwieriger, sich mit frischem Kapital zu versorgen. Je schlechter die Bonität einzelner Staaten, umso höher die Zinsen, welche im Fall einer Refinanzierung aufgebracht werden müssen. Und damit steigen im Endeffekt die Schulden.
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