Sinkende Zinsen für Kurzfristprodukte
Im Bereich der Kapitalanlagen buhlen nicht nur Banken um die Gunst der Kunden. Unabhängige Anlageberatungen und Versicherungen wollen sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen abschneiden. Und sind scharf auf das Portemonnaie der Kunden.
Lebensversicherer haben in der Vergangenheit zu einem Trick gegriffen, um neue Kunden anzuziehen. Mithilfe von Kurzfristprodukten haben sie Zinsen und Verfügbarkeiten wie beim Tagesgeldkonto versprochen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) will dem jetzt einen Riegel vorschieben.
Kurzfristprodukte – Geschäfte auf Kosten der Bestandskunden
Was die BaFin umtreibt, ist nicht so sehr die Tatsache, dass die Versicherer solche Produkte anbieten. Vielmehr geht es um deren Finanzierung. Denn die Lebensversicherer stehen im Verdacht, die hohen Zinsen der Kurzfristprodukte auf Kosten der Bestandskunden zu finanzieren.
Und begeben sich auf dünnes Eis. Im Fall einer Zinswende fürchten Experten, dass die Anleger ihr Kapital im großen Stil abziehen. Die Versicherer müssten daher langfristige Wertpapiere auf den Markt werfen und am Ende unter Wert verkaufen. Die Dummen wären am Ende die Bestandskunden. Die BaFin will deshalb neue Regeln einführen.
Neue Regeln und niedrigere Zinsen
Die Versicherer sollen unter anderem gezwungen werden, die Kurzfristprodukte in einem separaten Topf anzulegen. Unterm Strich ist damit zu rechnen – sollten die neuen Regeln tatsächlich kommen – dass die Zinsen für Kurzfristprodukte der Lebensversicherer sinken.

