Sonderfonds vor Korrekturmaßnahmen?
An sich hatte die Bundesregierung auf die Wünsche der Chefs des SoFFin mit eindeutiger Ablehnung reagiert.
Doch nun sind Stimmen aus dem Regierungsumfeld zu vernehmen, dass es möglicherweise doch Hoffnung für die deutschen Banken gibt auf eine rasche Reform des Sonderfonds und seiner nicht ganz einfach zu durchschauenden Regeln für die Kapitalvergabe.
Angeblich könnte schon innerhalb der kommenden Wochen im Rahmen der Abwicklung des Konjunkturpaketes eine Verbesserung der Instrumente des Finanzmarktstabilisierungsfonds anstehen, um den noch immer leidenden Banken zur Seite zu stehen.
Ohnehin wird bereits vielerorts nach Nachbesserungen verlangt, selbst das Finanzmarktgremium fordert schleunigst Korrekturen. Die wichtigsten Gründe für die Forderungen ist die Tatsache, dass die Interaktion zwischen den Banken noch immer nicht im ausreichenden Maße funktioniert, die Vergabe von Kredite untereinander muss nach Meinung der Experten auch weiterhin angekurbelt werden.
Neben der Verlängerung von Fristen bei der Übernahme hochriskanter Aktien von bisher drei auf später fünf Jahre durch den Fonds, versprechen sich viele Experten wie das Finanzgremiums-Mitglied Rupprecht großen Nutzen von der Schaffung einer so genannten „Bad Bank“, wie sie auch in den USA Banken Aktie abnimmt, die zu großen Verlusten führen könnten und mitunter sogar die Existenz des betreffenden Unternehmens gefährden könnte.
Nun muss sich zeigen, ob die Regierung mit ihren Plänen der Kritik trotzen wird oder Bereitschaft zum Einlenken zeigt.

