Steuern Greatest Hits
Steuersünder sorgen für Milliardeneinnahmen
Das Jahr 2010 hatte viele Gesichter. Eines davon war der Kauf von CDs mit den Daten von deutschen Steuersündern aus dem Ausland. Obwohl juristisch nicht unumstritten, hat sich für Bund, Länder und Kommunen das Geschäft mit den Datenträgern als äußerst lukrativ erwiesen. Denn die Einnahmen durch Selbstanzeigen beliefen sich auf mehrere Milliarden Euro.
Finanzbehörden wollen Schlupflöcher stopfen
Die Milliarden stammen von mehr als 26.000 Steuersündern. Allein das Wissen um die Tatsache, dass möglicherweise ein Besuch der Finanzbehörden ins Haus steht, reicht oft schon aus, um Betroffene zur straffreien Selbstanzeige zu veranlassen.
Allerdings könnte diese bald schwieriger werden. Denn es gibt Überlegungen, hier die Daumenschrauben anzuziehen und den Steuersünder unter anderem zu zwingen, alle Konten offenzulegen. Gleichzeitig wollen die Finanzbehörden noch enger zusammenarbeiten.
Der Informationsaustausch soll es schwieriger machen, Schlupflöcher zu finden. Und die Steueroasen Liechtenstein und die Schweiz zunehmend unattraktiv machen.
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