Straßenschäden teuer für Verbraucher und Kommunen
Der Winter hat eine kurze Atempause eingelegt, wird 2011 aber wiederkommen – und dass vielleicht sogar schon bald. Was Schnee und Eis angerichtet haben, sieht man deutschen Straßen deutlich an. Auf einigen Straßen liegt Schlagloch an Schlagloch – zum Ärgernis vieler Autofahrer. Denn die Löcher sind nicht nur unangenehm, sie können teuer werden. Beim Durchfahren nehmen Reifen, Felge und Schwingungsdämpfer Schaden.
Teure Schlaglöcher – wer bezahlt?
Ist das teure Auto beschädigt, ist guter Rat teuer. Denn wer kommt eigentlich für die Kosten auf? Die Rechtslage ist hier keineswegs zweifelsfrei und einfach geregelt. Immer wieder führen Schlaglöcher zu langwierigen Auseinandersetzungen vor Gericht. Für Ortsdurchfahrtsstraßen, die der Kommune unterliegen, sind diese in vollem Umfang verantwortlich.
Und damit auch für die Beseitigung der Schlaglöcher. Schäden – etwa beim Befahren einer Kurve auf abschüssiger Strecke – kann die Gemeinde haftbar gemacht werden (OLG Saarbrücken; Az. 4 U 185/09). Dies gilt auch, wenn die Kommune mit Schildern auf die Schlaglöcher hinweist. Trotzdem – gerade in Tauwetterperioden und dem Frühjahr schont eine langsame und angemessene Fahrweise den Geldbeutel – in mehrfacher Hinsicht.
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