Tabuthema Kredit
Zwischen der Einstellung des amerikanischen Volkes und der Einstellung vieler Europäer liegen Welten. Zumindest dann, wenn es um die Themen Kredite und Schulden geht.
Man sagt Amerikanern nach, einigermaßen prüde zu sein, doch laut einer Studie reden selbst die so prüden Amerikaner lieber über ihr Sexleben, als über bestehende Kredite und Schulden, bzw. deren Tilgung. Schaut man sich zu dieser Einstellung auch noch die statistischen Durchschnittswerte eines Haushalts in den USA an, kann jedem gestandenen Finanzfachmann angst und bange werden. Durchschnittlich sind in jedem amerikanischen Haushalt 13 Kreditkarten zu finden, die natürlich alle belastet sind mit rund 9.000 Dollar. Hinzu kommen weitere 15.000 Dollar Bankschulden für ein Auto und/oder Ausbildungskosten. Natürlich ist auch das Eigenheim belastet. Durchschnittlich kommen für Hypotheken und Krediten auf das Eigenheim noch mal 95.000 Dollar hinzu.
Sparen ist den Amerikanern ein Fremdwort, denn nicht mehr als knappe 400 Dollar sind pro Kopf als Sparguthaben zu verzeichnen. Dieser Trend hält übrigens seit rund 80 Jahren schon an. Rund ein Drittel der Amerikaner wissen nicht mal, wie ihre Schulden überhaupt aufgebaut sind und verstehen nicht worum es geht, daher auch diese Mauer aus Schweigen rund um das Thema. Automobile ohne Anzahlung und erst in 4 Jahren die erste Rate. Monatliche raten für Luxusgüter, die nicht einmal die monatliche Zinslast ausgleichen. Ein System scheitert und Europa leidet spürbar mit.

