Euro-Bausatz
Täter ließen entwertete Euro-Münzen in China wieder zusammensetzen
Die Ermittler werden nicht schlecht gestaunt haben, als sie bemerkten, welchen Fund sie da machten. Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main waren während einer bei Mitarbeitern der deutschen Fluganbieter Lufthansa und der Deutschen Bundesbank auf einen massiven Betrugsfall gestoßen. Sie fanden Euro-Münzen, die von der Bundesbank eigentlich ausrangiert und verschrottet worden waren.
Umtausch in Deutschland in Scheine
Der Plan war durchaus clever: Die zerstörten Münzen wurden von den Tätern kurzerhand in die Volksrepublik China geflogen und dort in mühsamer Kleinarbeit wieder zusammengesetzt. Zurück in Deutschland wurden die Münzen dann wieder bei der Bundesbank gegen Scheine eingetauscht.
Münzen für 20 Millionen zurückgebracht
Für den Rücktransport waren scheinbar Stewardessen der Lufthansa zuständig. Sechs Verdächtige wurden laut Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den Ermittlungen vorläufig festgenommen. Der Vorwurf lautet auf “Inverkehrbringen von Falschgeld”. Denn um nichts anderes handelt es sich bei den entwerteten Münzen. Der Schaden wird auf rund 20 Millionen Euro beziffert.
Bildquelle: Fantasista / fotolia.de

