Tagesgeld bleibt wankelmütig

Als Anleger im Tagesgeldsektor muss man sich darüber bewusst sein, dass es sich jeden Tag ändern kann und die Anlage, die heute noch Top-Zinsen versprach, morgen schon sozusagen aus der Mode sein könnte.

Man muss diesem Wankelmut mit Flexibilität und Wissen begegnen, denn an Tagesgeld kommt man täglich heran und könnte so umschichten, um die wirklich guten Zinssätze abgreifen zu können. Doch gibt es, auch wenn es Tagesgeld heißt, noch lange nicht täglich Zinsen. Wenn überhaupt schreiben die Anbieter die jährlich berechneten Zinsen gerade mal jeden Monat gut. Es wäre also unsinnig sein Geld täglich von hüben nach drüben zu ziehen. Die Kunst ist es tatsächlich, eine Anlage zu finden, die auch über einen längeren Zeitraum hin attraktive Zinsen bietet und auch wenn bessere Zinsen am Markt auftauchen.

Bei einem Wechsel lohnt sich übrigens die Ausnutzung des Neukundenstatus. Nicht selten fallen hier weit höhere Zinssätze an, auch wenn diese zeitlich begrenzt sind, lässt sich Rendite scheffeln und nach Ablauf der Mindestanlagedauer sucht man sich einen neuen Anbieter mit noch besseren Zinsen und parkt für die kommenden Monate sein Geld dort. Das die Zinsen übrigens sinken, steht derzeit nicht mal bei den pessimistischsten Anlageexperten zur Debatte, also kann man die nächsten Monate bereits planen und markttechnisch am Ball bleiben.

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