Tagesgeld-Kunden: Schluss mit dem Zins-Höhenflug
Wie schnell sich Spitzenangebote in reine Durchschnittsprodukte verwandeln können, erleben gerade die Bankkunden live mit, die eigentlich noch schnell auf den Zug mit Namen Tagesgeld aufspringen wollten.
Obwohl es den Banken derzeit nicht gerade leicht fällt, neue Kunden zu gewinnen, fallen die Zinsen für die Neueröffnung eines Tagesgeldkontos derzeit deutlich ab, die Banken – insbesondere die vormals gebefreudigen Direktbanken – müssen sich allmählich an der EZB-Leitzins-Vorgabe der Europäischen Zentralbank orientieren, wollen sie nicht am Ende draufzahlen.
Vereinzelt sinken die Tagesgeld-Zinsen daher nach und nach am Ende der Phase, in der die erfreulich hohen Zinsen garantiert werden für die Neukunden, zum Teil bis auf ein Niveau, dass die Bankkunden dann doch eher aus den Filialen der Sparkassen kannten.
An allen Fronten brechen derzeit die Zinsversprechen ein. Sowohl neue als auch Altkunden müssen miterleben, wie schnell der Wind sich drehen kann. Inzwischen stehen die Kurse tendenziell bei den bekannten Anbietern nur noch bei einem durchschnittlichen Wert mit einer drei vor dem Komma.
Dabei sind dies inzwischen schon fast die guten Angebote auf dem Markt. Experten erwarten momentan, dass sich die Angebote beim Tagesgeld bis zum Ende der Krise höchstwahrscheinlich um diesen Wert herum einpendeln werden. Wer bisher keine Top-Zinsen garantiert bekam vom Anbieter, wird in diesen Genuss auch kaum noch kommen können.

