Tagesgeld: Realrendite schon jetzt überschaubar
Fast möchte man sagen: Wer jetzt nicht langsam zuschlägt, ist selbst schuld.
Denn obwohl es einerseits noch ein paar wenige lukrative Tagesgeld-Angebote gibt, hat die Annäherung am europäischen Leitzins doch deutlich an Fahrt gewonnen.
Aus den Traum von weit über vier Prozent Zinsen auf die Einlagen auf dem Tagesgeldkonto sollten sich die Anleger also ganz allmählich verabschieden und in der Realität ankommen. Denn nach Meinung und Erfahrungen von Geldanlage-Profis werden die Offerten der Banken schon bald die Grenze von zwei Prozent Zinsen durchbrochen haben.
Wer bis dahin nicht die Garantiezinsen für bis zu sechs Monaten bei voller Einlagensicherung für sich genutzt hat, kann im Grunde nur noch hoffen, dass sich wenigstens das Festgeld weniger rasant nach unten entwickelt. Doch auch dort sehen die Prognosen alles andere als erfreulich aus.
In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Zinssätze in der Regel nach einer Korrektur beim Leitzins durch die EZB meist rasch unter die zinslichen Vorgaben. Daher sollten die Bankkunden die jetzige Situation eher als Chance begreifen, statt weiter abzuwarten, bis die Tagesgeldkonten am Ende noch deutlich weiter nachgeben.
Im Mittelwert liegen die Tagesgeldzinsen nur knapp0,6 Prozent über den Vorgaben der Europäischen Zentralbank. Nach Abzug von Inflation und der neuen Abgeltungssteuer bleibt nach Expertenberechnungen eine magere Rendite von nur einem halben Prozent übrig. Worauf also noch warten?

