Tagesgeld: Schlechte Aussichten bei Autobanken
Nachdem Die Mercedes-Bank den Anfang gemacht hat, scheinen auch die anderen Banken der großen Autohersteller nachzurücken.
Vorerst werde es bei der Bank weder Tagesgeld- noch Festgeld-Angebote geben, heißt es aus der Pressstelle der Mercedes Benz-Bank. Es handele sich um eine logische Reaktion der Banken auf den durchaus erwartet hohen Andrang auf die Konten mit den besten Tages-Konditionen auf dem Markt, die Kunden in der Krise nutzen konnten. Mancher vermutet indes, das Vorgehen wäre langfristig geplant.
Nun rückt auch die BMW-Bank nach und kündigt an, wenigstens bis Mitte Februar die Nachfrage der neuen Kunden zunächst nicht stillen zu wollen. Neue Konten wird es bei der Münchner Bank also vorerst nicht geben. Aussagen über die zinslichen Entwicklungen werden einstweilen nicht getroffen.
Als Gründe werden auch hier die große Nachfrage potentieller Neukunden als Auslöser für die Entscheidung sowie die nicht absehbaren Tendenzen auf dem Markt angeführt. Den Kopf sollten die begeisterten Tagesgeld-Nutzer nun keineswegs stecken.
Denn aus dem Umfeld der Europäischen Zentralbank ist dieser Tage zu vernehmen, dass vermutlich im März nochmals eine Senkung des Leitzinses stattfinden soll, um der Krise weiter den Wind aus den Segeln zu nehmen. Mit dieser Aussicht vor Augen sollten sich die Anleger von Hoffnungen auf Höchstzinsen trennen und erkennen, dass die Berater durchaus im Recht sind:
Wer sein Tagesgeld lang genug zu knapp vier Prozent investiert, tut momentan gut daran. Sonst sinken die Zinsen noch weiter, bevor man etwas verdient hat.

