Tagesgeld Zins in Japan bleibt auf Rekordtief

Nicht nur hierzulande spielt das Thema Tagesgeld eine wichtige Rolle. Der internationale Vergleich mit anderen Nationen gibt Hinweise darauf, dass die deutschen Sparer keineswegs in der schlechtesten Position sind.

So gerne sie derzeit auch die drastisch sinkenden Zinssätze für die Tagesgeldkonten bedauern und beklagen. Doch der Blick nach Asien beispielsweise macht deutlich, wie viel schlechter es noch stehen könnte für die Tagesgeld-Interessenten.

Japan ist dieser Tage das absolute Schlusslicht innerhalb der so genannten G7-Nationen, wenn man die Fakten betrachtet. So hat die Bank of Japan ihre letzte Anpassung beim Zinssatz für Tagesgeld erst vor kurzem umgesetzt, obwohl es schon zu diesem Zeitpunkt im Grunde bereits kaum noch Spielraum für eine weitere Korrektur gab.

Mit aller Konsequenz hat sich die Bank in dieser Woche für die bewährte Zinspolitik ausgesprochen. Auf eine Anhebung des Zinsniveaus im Bereich Tagesgeld ist also nicht begründet. Auf nur noch ein Zehntelprozent beläuft sich der Tagesgeldzinssatz in Japan.

Überraschend kommt die Entscheidung für den weiterhin rekordverdächtigen Tiefstand des Tagesgeld-Zinssatzes nicht für die Volkswirte im Land. Den Anlegern wäre dennoch sicherlich eine Veränderung in die entgegen gesetzte Richtung weitaus lieber gewesen, nachdem der Zins bereits seit rund einem halben Jahr auf dem Tiefpunkt verharrt.

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