Tagesgeld-Zinssätze wieder unter Leitzinsniveau

Das Tagesgeld ist bereits letzte Woche unter den Leitzins der EZB gerutscht und bewegt sich auch zu Wochenbeginn immer noch auf einem Niveau von knapp unter 4 Prozent. Trotz Abschöpfungsmaßnahmen seitens der EZB ist die Liquidität immer noch mehr als gewährleistet. Dennoch sei von weiteren Maßnahmen dieser Art auszugehen, auch wenn die EZB vorsichtig vorgeht.

Dennoch herrscht das Gefühl der Unsicherheit vor und somit ist die Lage angespannt. Die Entwicklung könnte sich über Nacht sprunghaft verändern. Derzeit ist eine genaue Prognose absolut unmöglich, denn bei den Bemühungen der EZB ist die Reaktion, die auf dem Geldmarkt dazu kommt, nicht vorhersehbar. Zu vermuten steht eine nur langsam wachsende, positive Anlegerstimmung.

Abgesehen davon sind die Maßnahmen der Zentralbanken nicht allein ein probates Mittel um den Geldmarkt zu steuern und vor allem die direkte Stimmung, kann auch eine EZB kaum in solcher Vehemenz beeinflussen, als das es etwas bringen würde. Zu befürchten steht, dass diese gesamt-schlechte Stimmung noch einige Zeit Bestand haben wird.

Grund für die nun zunächst zurück gehenden Tagesgeldzinssätze ist die Tatsache, dass Banken ihre jetzt überschüssige Liquidität dringend wieder los werden wollen. Das war zumindest aus Disponentenkreisen zu vernehmen. Bereits letzte Woche wurden Brancheninsider mit dem Satz zitiert: Die momentane Geldschwemme drückt massiv auf das kurze Geld.

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