Zinsanpassung
Trotz Leitzinserhöhung – Kredite dürften nicht wesentlich teurer werden
Obwohl die EZB den Leitzins letzten Freitag zum zweiten Mal in diesem Jahr (letzte Erhöhung im April von 1,00 auf 1,25%) angehoben hat, gibt es bei der Kreditaufnahme keinen Grund zur Panik. Die Erhöhung um 0,25 Prozent ist so gering, dass sie, zumindest in der Bundesrepublik Deutschland, keine großen Auswirkungen haben sollte. Wenn Kredite teuer werden, dann nur sehr geringfügig.
Bestehende Kredite mit Festzins bleiben erhalten
Ohnehin bleiben Kredite, bei denen ein Festzins vereinbart wurde, bei gleichen Konditionen bestehen. Dies ist der Regelfall bei Autokrediten oder auch bei einer Baufinanzierung, bei denen variable Zinsen unüblich sind. Hier haben die Kreditnehmer keine höheren Kosten zu befürchten.
Neukredite und Anschlussfinanzierung
Lediglich Kredite, die neu aufgenommen werden, könnten hier von einer Preissteigerung betroffen sein. Gleiches gilt auch bei einer Anschlussfinanzierung, wenn die Festzinsphase der Baufinanzierung abgelaufen ist.
Bei der Aufnahme von Baufinanzierungsdarlehen konnte aber in den letzten Wochen, unabhängig von der Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB, eine Steigerung der Bauzinsen wahrgenommen werden. Daher sollten Bauherren hier einen kühlen Kopf behalten und die Bauzinsen gründlich vergleichen. Aufgrund der aktuell guten Konjunktur ist ein Anstieg der Kredit Zinsen nicht mehr aufzuhalten, weshalb man sich hier kurzfristig für eine Finanzierung entscheiden sollte.

