Die gute alte Währung
Umfrage: Mehr als jeder 2. will die D-Mark zurück
Was würde passieren, wenn deutsche Verbraucher über ihre Währung frei entscheiden dürften? In diesem Fall würde es mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Rückkehr der D-Mark kommen. Diesen Schluss legt zumindest eine Umfrage zugrunde, welche das bekannte Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Magazins “stern” durchgeführt hat. Demzufolge wünscht sich mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten die D-Mark zurück.
Kontroverse Ansichten zur D-Mark
Die Umfrage legt allerdings nicht nur die Sehnsucht nach einer stabilen Währung und Konstanz in der wirtschaftlichen Entwicklung offen, sondern beweist anhand einer weiteren Tatsache, dass viele Deutsche zum Thema widersprüchliche Meinungen vertreten. So hat die Forsa-Umfrage ergeben, dass 51 Prozent der Umfrageteilnehmer eine bessere wirtschaftliche Entwicklung durch den Euro sehen. Lediglich 43 Prozent – also eine Minderheit – traut der alten D-Mark das Potenzial für wirtschaftlichen Aufschwung zu.
Und ein weiterer verblüffender Fakt lässt sich an den Studienergebnissen ablesen: Die Sehnsucht nach der D-Mark scheint mit dem Bildungsniveau zu korrelieren. So sind 73 Prozent aller befragten Absolventen einer Hauptschule für die Rückkehr der D-Mark, aber nur 37 Prozent der Abiturienten diese Meinung zu teilen scheint.
Unterm Strich lassen sich die Ergebnisse der Forsa-Umfrage wahrscheinlich am ehesten in diese Richtung deuten, dass der Wunsch nach der D-Mark Ausdruck für die Sehnsucht nach gefühlter wirtschaftlicher Stabilität ist. Ein Punkt, den die Bevölkerung auch in den Äußerungen der Politik derzeit zu vermissen scheint.

