Da ist weniger drin
Verbraucherschützer decken versteckte Preiserhöhung bei Waschmittel auf
Die Verbraucherpreise haben in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt. Allerdings sind es nicht immer Preiserhöhungen, die dem Verbraucher direkt ins Auge fallen und für Ärger sorgen. Regelmäßig machen verdeckte Preiserhöhungen über eine Reduzierung der enthaltene Mengen Schlagzeilen. Jetzt weist die Verbraucherzentrale in Hamburg auf eine dieser Preiserhöhungen hin – bei gleich mehreren Herstellern von Waschmitteln.
Vorwurf der Preisabsprache erhoben
Parallel zu dem Hinweis auf die verdeckte Preiserhöhung stößt den Verbraucherschützern der Zeitpunkt sauer auf. Scheinbar haben gleich mehrere Hersteller bekannter Marken zeitgleich die Menge in den Verpackungen reduziert. Für die Hamburger Verbraucherschützer riecht diese Tatsache nach Absprachen unter den Konzernen. Der Verdacht illegaler Absprachen wäre ein Fall für das Bundeskartellamt.
Hersteller widersprechen Vorwurf
Allerdings wollen die Hersteller diese Anschuldigung nicht auf sich sitzen lassen. So betonte Procter & Gamble, dass es sich um keine Preiserhöhung handele, da die neue Füllmenge klar erkennbar sei. Zu den Marken, welche die Verbraucherzentrale im Visier hat und welche den Inhalt ihrer Packungen reduziert haben, gehören unter anderem Ariel, Persil, Weißer Riese und Dalli.
Das Unternehmen zu diesem Mittel greifen, ist für Experten nicht neu. Und auch nicht, dass hinter den Kulissen es immer wieder zu Absprachen kommt. Erst kürzlich brummte die EU den Unternehmen Procter & Gamble sowie Unilever eine millionenschwere Strafe wegen Preisabsprachen auf. Für Verbraucher ist die Lehre aus den vorliegenden Fällen klar – man sollte beim Einkaufen noch genauer hinschauen.

