Verbraucherschützer kritisieren Auskunftsverfahren der Schufa
Auskunfteien müssen seit vergangenem Jahr dem Verbraucher die Möglichkeit einräumen, einmal pro Jahr die gespeicherten Daten zu prüfen. Eigentlich eine gute Sache, kann man so doch Fehlern, die Medienberichten aus der Vergangenheit zufolge immer wieder auftauchen, zuvor kommen. Allerdings haben Verbraucherschützer jetzt die Auskunft der Schufa, Deutschlands bekannteste und eine der größten aktiven Auskunfteien, kritisiert.
Unverständliche und irreführende Formulierungen
Einer der wesentlichen Kritikpunkte: Die Auskünfte, die Verbraucher über sich einholen können, sind unverständlich und irreführend. In den Augen von Frank-Christian Pauli, Referent des Bundesverbands der Verbraucherzentrale, seien die Übersichten nur schwer lesbar. Zudem geht aus den Auskünften nicht hervor, wie die einzelnen Bewertungen entstehen.
Bonität als Zahlenspiel
Gleichzeitig wird kritisiert, dass die Bewertungen lediglich auf rein statistischen Verfahren beruhen. Individuelle Lebensumstände, etwa beruflich bedingte häufige Wohnortwechsel sowie ein hohes Einkommen, bleiben unberücksichtigt.
Die Schufa speichert vor allem Adressdaten und Informationen über Kreditverträge und das Zahlungsverhalten. Ein Sprecher der Auskunftei wies denn auch darauf hin, dass seitens der Schufa nur Daten geliefert, aber keine Kreditwürdigkeitsprüfung durchgeführt werde.
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