Verbraucherschützer warnen vor Kontenchaos
Die Europäische Union ist für ihren Regulierungswahn bekannt. Und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. Zu den Kritikern des aktuellen Vorhabens zählen auch Verbraucherschützer. Diese warnen jetzt vor einem drohenden Chaos bei den Girokonten. Denn die EU will bis 2013 Kontonummern und Bankleitzahlen auf einen europäischen Standard bringen.
Neue Bankleitzahl und Kontonummer
Bislang haben die Banken in Europa für den Zahlungsverkehr im Inland auf altbewährte Systeme gesetzt. Geht es nach dem Willen der EU, ist 2013 damit endgültig Schluss. Es sollen dann die internationalen Nummern gelten. Diese sind besser bekannt unter IBAN und BIC. Beide sind Bestandteil des Zahlungsverkehrssystems SEPA. Ein entsprechender Vorschlag soll seitens der EU-Kommission bereits im Herbst in ein Ultimatum für die EU-Länder gegossen werden.
Zahlenkolonnen auf Überweisungsträgern
Das neue System ist parallel zu den nationalen Nummern zwar bereits für den internationalen Zahlungsverkehr im Einsatz. Wird die Umstellung als zwingend festgeschrieben, fürchten Verbraucherschützer aber das Zahlenchaos. Denn die BIC-Nummer hat elf Stellen, die IBAN-Nummer sogar 22. Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen befürchtet, dass ein Teil der Bankkunden damit überfordert sein wird.

