Versicherte der PKV finanzieren GKV mit
200 Euro – so hoch ist der Beitrag pro Kopf, mit dem Versicherte der Privaten Krankenversicherung die Versorgung der gesetzlich Versicherten mitfinanzieren. Zu dieser Einschätzung kommt Volker Leienbach, Chef des Verbandes der privaten Krankenversicherung.
Grundlage der Einschätzung ist der staatliche Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 15,7 Milliarden Euro, den die PKV-Versicherten über ihre Steuern mitfinanzieren. Leienbach wies parallel darauf hin, dass die Versicherten die Vorteile der GKV gleichzeitig aber nicht nutzen können.
Kritik an der 3-Jahres-Frist
Im gleichen Zuge kritisiert der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung die Taktik von Vertretern der GKV, die das Privileg der dreijährigen Wartefrist verteidigen. Leienbach spricht in diesem Zusammenhang von „Fantasiezahlen“. Und führt als Gegenargument eine einfache Rechnung an. Mit Einführung der Wartezeit von drei Jahren ist die Zahl der wechselnden Arbeitnehmer in die PKV um 16.000 gesunken. Legt man für jeden Wechsler einen durchschnittlichen Wert von 4.900 Euro zugrunde, ergeben sich 78 Millionen Euro für 2011 und nicht – wie seitens der GKV für den Wegfall der 3-Jahres-Frist angegeben – 500 Millionen Euro.

