Versicherte haben es beim Wechsel in die PKV weiterhin schwer
Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres hatte die Bundesregierung durch eine Senkung der so genannten Versicherungspflichtgrenze dafür gesorgt, dass es den Versicherten leichter gemacht wird, aus der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem privaten Anbieter zu wechseln. Doch trotz der neuen Gesetzeslage wird es den Versicherungsnehmern bei vielen Unternehmen auch weiterhin schwer gemacht, einen Wechselwunsch in die Tat umzusetzen.
Versicherer bestehen auf Einhaltung der Mindestlaufzeiten bei Wahltarifen
Wer bisher in einem Wahltarif abgesichert ist, kann also nach wie vor nicht in jedem Fall auf eine unproblematische Umstellung hoffen. Dies geht aktuell aus einem Rundschreiben des Bundesversicherungsamtes hervor. In vielen Fällen bestehen die Gesellschaften darauf, dass die Mindestlaufzeiten der Wahltarife eingehalten werden, statt ihre Kunden den zügigen Wechsel in die PKV zu ermöglichen.
BVA fordert von Versicherern Einsicht
Der Grund liegt auf der Hand: Die Versicherungen scheinen sich Sorgen zu machen, dass ihnen die Besserverdiener in Scharen weglaufen könnten. Das BVA hat die Krankenkassen mittlerweile schriftlich zu mehr Kooperationsbereitschaft aufgefordert. Sollten die Versicherer nun nicht einlenken, könnte es am Ende sogar zu einem ernsten Streit zwischen der Behörde und den Kassen kommen. Derweil steigt die Zahl der eingegangenen Beschwerden der Versicherten beim Bundesversicherungsamt.
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