Vertrauen beim Tagesgeld wichtiger als Rendite
Vor wenigen Monaten noch hätte wohl die große Mehrheit der Anleger die höchstmögliche Rendite als wesentliches Argument für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos angegeben in Umfragen. Dieses Argument hat mittlerweile schon der wahrscheinlichen Zinssätze wegen an Wirksamkeit verloren.
Denn bei Summen von weniger als 50 000 Euro ist das Tagesgeld inzwischen bei fast exakt zwei Prozent Zinsen im Durchschnitt angelangt. Nach Abzug aller Kosten wie der Abgeltungssteuer bleibt den Bankkunden nicht mehr viel übrig, worüber zu freuen sich lohnt.
Nimmt man parallel dazu die nur minimal sinkenden Zinsen bei den Dispo-Krediten der Banken, ist die Verärgerung manches Anlegers durchaus verständlich. Solange die Institute und Banken ihrer Kundschaft zwar Zinsen beim Tagesgeld vorenthalten, die Leitzins-Senkung beim Kreditzins jedoch weiterhin nur geringfügig an die Nutzer weitergeben, lässt sich das mangelnde Vertrauen in die Geldinstitute durchaus nachvollziehen.
Statt möglichst hoher Zinsen geht es vielen Verbraucher bei der Suche nach der richtigen Bank für ihr Kapital mehr denn je um ein vertrauensvolle Behandlung und darum, sich als Kunde rundum wohl und sicher fühlen zu können. Das Verhalten so mancher Bank jedoch lässt dieser Vertrauensbasis nicht unbedingt allzu viel Spielraum. Noch immer ist Kundenfreundlichkeit nicht überall die oberste Maxime, um den Kunden ihr Misstrauen zu nehmen.

