Vertrauen in die Banken trotz Besserung nach wie vor geschwächt
Niemand wird wohl daran zweifeln wollen, dass der Bankensektor in den vergangenen beiden Jahren seit Ausbruch der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise deutliche Kratzer an seinem früher so guten Image hinnehmen musste. Aktuelle Umfragen lassen allerdings zur großen Freude der Institute erkennen, dass der Vertrauensverlust aufseiten der Anleger und Bankkunden inzwischen wieder nachgeben konnte. Diese Ableitung kann mit einer aktuellen Umfrage des Ipos-Instituts vorgenommen werden.
Durchgeführt wurde die Umfrage für den deutschen Bankenverband, der sich mit der Einstellung der Verbraucher gegenüber den Banken auseinandersetzen wollte. Immerhin knapp 48% der Umfrageteilnehmer sind der festen Überzeugung, dass die Banken ihre logischen Konsequenzen aus der Krise gezogen hätten und inzwischen vorsichtiger geworden sind. Diesem Wert stehen jedoch 47% der Befragten gegenüber, die von einer solchen Veränderung nichts bemerken. Für wichtig hält man bei den Banken allerdings vor allem einen Wert: Der Prozentsatz der Verbraucher, die von einem erheblichen Vertrauensverlust sprechen, sank im September 2009 auf 42% nach 52% im vorherigen Monat.
Weniger günstig stellen sich die Meinungen der Verbraucher insofern dar, als dass auch weiterhin 58% der Umfrage-Teilnehmer nicht daran glauben, dass es zukünftig bessere Kontrollen für das Verhalten bei Spekulationen und Investments der Banken auf dem globalen Finanzmarkt geben wird. Beim Bankenverband spricht man jedenfalls von massiven Bemühungen, das alte Vertrauen der Kunden wiedergewinnen zu wollen durch mehr Transparenz und Investitionssicherheit.

