Teuer erkaufter Pfändungsschutz
Vorsicht bei teuren Kreditkarten mit P-Konto
Schulden machen ist nicht schwer. Dass Schulden bedienen dagegen sehr. Was mit einem Mobilfunkvertrag beginnt, setzt sich über den Kauf auf Raten fort. Und landet für manchen Verbraucher schnell in einer Sackgasse. Werden die Zahlungsverpflichtungen nicht mehr oder nur unregelmäßig bedient, sind die Gläubiger um Schritte nicht verlegen, die eine Kontopfändung einschließen.
P-Konto als stille Reserve
Eine Situation, die nie angenehm ist. Mit dem P-Konto wollte die Regierung im Sommer dieses Jahres dem Schuldner entgegenkommen. Inhaber eines Girokontos können das Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln und so wenigsten über den nicht pfändbaren Teil des Gehalts oder der Sozialleistungen verfügen.
Derzeit machen einige Anbieter sogar mit Angeboten Werbung, die Kreditkarten beinhalten. Ein genauer Blick auf die Konditionen zeigt aber, dass diese Form des P-Kontos alles andere als eine günstige Alternative ist. Die Jahresgebühr ist im Schnitt doppelt bis dreimal so hoch wie für herkömmliche Kreditkarten.
Gleichzeitig besitzen die Anbieter in Deutschland keine Geldautomaten – für jede Verfügung werden zusätzliche Gebühren fällig. Fazit: Das P-Konto ist für überschuldete Haushalte sinnvoll, eine teure Kreditkarte dagegen nicht.
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