Vorzeitiger Ruhestand oftmals wegen psychischer Erkrankungen

Ein aktueller Bericht der „Bild“-Zeitung macht deutlich, dass trotz aller Diskussionen um die Anhebung des Rentenalters immer mehr Deutsche vorzeitig in den Ruhestand gehen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund hatte den Auswertungen eine langfristige Erhebung zugrunde gelegt. Oftmals sind gesundheitliche Gründe für das frühe Ausscheiden aus dem Beruf für die Frührente verantwortlich.

Allein im vergangenen Jahr sind mehr als 171.000 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt worden. Davon betroffen sind allerdings mehr Männer als Frauen, die mit rund 90.000 Fällen gegenüber etwa 81.000 Fällen stehen. Insgesamt erreichte der vorzeitige Ruhestand ein sechsjähriges Hoch und legte innerhalb eines Jahres um rund 10.000 Rentenfälle zu.

Knapp ein Drittel (rund 64.000 Betroffene) musste vorzeitig in den Ruhestand gehen, weil eine psychische Erkrankung vorgelegen hat. Psychische Belastungen haben generell einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl derer, die aus diesem Grund in den vorzeitigen Ruhestand gehen, um zwölf Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2006 beträgt der Zuwachs sogar 25 Prozent. Damit nehmen die psychischen Erkrankungen eine negative Spitzenposition ein. Sehr häufig müssen Erwerbstätige auch früher in den Ruhestand gehen, weil sie Krankheiten am Skelett, Bindegewebe oder an den Muskeln plagen. Herz-/Kreislauferkrankungen (bei den Männern) und Neubildungen/Tumore (bei den Frauen) stehen auf einem dritten Platz als Grund einer Frühverrentung.

2001 wurden die gesetzlichen Bestimmungen für den gesundheitlich bedingten Vorruhestand nochmals verschärft. Gesetzliche Versicherungen zahlen aus diesem Grund deutlich weniger Erwerbsminderungsrenten. In vollem Umfang wird sie nur noch gezahlt, wenn man aufgrund seines Gesundheitszustandes täglich weniger als drei Stunden arbeiten kann. Um im mit dem Renteneintritt auch abgesichert zu sein, empfiehlt es sich neben einer gesetzlichen Absicherung eine frühzeitige private Rentenvorsorge.

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