VW-Bank braucht staatliche Garantien
Hinsichtlich des Vorgehens der Volkswagen Bank bei dem Sturm potentieller Neukunden auf das Tagesgeldkonto der Autobank, kann man sich schon so seine Gedanken über die aktuelle Lage machen.
Denn erst kürzlich hatte die Bank angemeldet, wenigstens einstweilig aus dem Business aussteigen zu wollen, weil die Flut der Anträge nicht anders zu meistern sei intern. Dabei scheint neues Kapital mehr als nötig zu sein. Am gestrigen Abend mussten die Verantwortlichen bei der VW-Bank bekannt geben, dass man auf Mittel aus dem Rettungsfonds Soffin angewiesen ist.
Im Klartext heißt dies: Die Volkswagen Bank nimmt Garantien aus dem Sonderfonds der Regierung in Anspruch, während das Tochterunternehmen Financial Services (bislang ohne Angabe von Gründen) leer ausgeht, obwohl auch dort ein Antrag gestellt worden war.
Zwei Milliarden Euro werden über Garantien bereitgestellt, um den Folgen der Krise etwas entgegensetzen zu können. Eigenkapital benötigt man jedoch nicht, so die Meldungen aus dem Bankenumfeld. Es gehe vor allem um die Absicherung des Kreditgeschäftes im direkten Bezug zu den VW-Händlern und somit auch den Endverbrauchern, die Fahrzeuge über die Bank finanzieren.
Solche Summen kann das Tagesgeld allein sicher nicht in die Kasse der Bank spülen. Nun wollen auch die nächsten Autobanken prüfen, ob sie schon allein des Wettbewerbs wegen ebenfalls Anträge auf staatliche Finanzhilfen stellen sollen.

