Wechsel in die PKV ab 2011 einfacher
Wer als Angestellter in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln wollte, musste bislang über einen Zeitraum von drei Jahren die Versicherungspflichtgrenze von 49.950 Euro Jahreseinkommen überschritten haben. Die Regierung will den Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die Private vereinfachen und verkürzt diesen Zeitraum für freiwillig gesetzlich Krankenversicherte auf ein Jahr. Die Regierung wird Experten zufolge aber die Schwelle auf über 50.000 Euro anheben. Damit sollen mehr Menschen die umfangreichen Leistungen der PKV zugänglich gemacht werden.
Als junger Arbeitnehmer mit einem Einkommen von mehr als 45.000 Euro zahlt man bei der GKV derzeit den Höchstbeitrag. Private Krankenkassen jedoch kalkulieren ihre Prämien nach Alter, Geschlecht und Risikogruppe. Von den geringeren Kosten können ab 2011 alle Versicherten profitieren, die im ersten Jahr die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Einsparpotenzial gibt es vor allem bei den günstigen Basistarifen der PKV, weil diese sich an den Leistungen und dem maximalen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen orientieren.
Mit einer Zusatzversicherung kann der Beitragszahler die Chefarztbehandlung oder aber die Kostenübernahme für Sehhilfen oder Zahnersatz in seinen Wahltarif integrieren. Wer bereits im Dezember 2010 in die private Krankenversicherung wechseln will sollte den Stichtag der Kündigung bei der gesetzlichen Krankenkasse (30.09.2010) rot im Kalender markieren.

