Merry X-Mas
Weihnachtsdeko wird zum Stromfresser
Oh du fröhliche, oh du selige – zu Weihnachten lieben es deutsche Haushalte besinnlich. Dazu gehört auch das Lichtermeer, welches Kinderaugen zum Staunen und Herzen zum Dahinschmelzen bringt. Allerdings entpuppt sich die so besinnliche Weihnachtsdeko schnell als Stromfresser. Dies geht zumindest aus einer aktuellen Berechnung des Instituts für Energiedienstleistungen (IfED) hervor.
Das IfED hat im Auftrag des Energieversorgers „Lichtblick“ die Daten einer Umfrage herangezogen und daraus den durchschnittlichen Verbrauch der deutschen Weihnachtsdeko berechnet. Das ernüchternde Ergebnis: Die rund 8,5 Milliarden Lichter, welche zwischen Rhein und Oder die stille Nacht zu einer hellen Nacht werden lassen, verbrauchen Energie, mit der sich hunderttausende Haushalte versorgen ließen.
Verbrauch von bis zu 500 Millionen kWh
Für die Umfrage hat „Lichtblick“ 1.000 Bundesbürger befragen lassen. Demnach sind in deutschen Haushalten sechs Leuchtdekorationen im Einsatz, aus denen sich eine Gesamtzahl von 8,5 Milliarden Leuchten ergibt. Diese verbrauchen zusammen 500 Millionen kWh – eine Strommenge, mit welcher sich über ganze 12 Monate rund 140.000 Haushalte versorgen ließen.
Was die weihnachtliche Dekoration besonders teuer macht, ist nicht unbedingt nur deren Zahl. Auch die Art der Leuchtmittel hat entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch. So setzen viele Haushalte nach wie vor auf klassische Glühlampen und Lichtschläuche. Beide haben einen Nachteil – es geht viel Energie durch Abwärme ungenutzt verloren.
Energiesparen zu Weihnachten
Dabei ließe sich auch um die Feiertage so manches Kilowatt bei der Beleuchtung einsparen. So finden zunehmend Leuchtmittel, die auf der LED-Technik basieren, ihren Weg in die Weihnachtsdeko – und helfen beim Energiesparen. Bestes Beispiel ist die Hansestadt Hamburg, welche allein bei einem Weihnachtsmarkt über LED-Leuchtmittel mehr als 95 Prozent Energie einspart. Eine Tatsache, die auch private Haushalte im Geldbeutel spüren könnten.

