Weise dämpft den Freudentaumel am Arbeitsmarkt
Politik und Wirtschaft loben den Aufschwung und versprechen sich von der Konjunktur neue Arbeitsplätze sowie einen spürbaren Lohnzuwachs. Frank-Jürgen Weise hat gegenüber “Spiegel Online” jetzt die Hochstimmung gedämpft. In den Augen des Chefs der Bundesagentur für Arbeit skizziert allerdings ein anderes Bild. Es werde in den Augen Weises keinen breiten Job-Boom geben, auf den so viele setzen.
Schuldenkrise und Gehaltseinbußen
Sorgen bereiten Frank-Jürgen Weise unter anderem die Schuldenkrise und Verschiebungen in der Arbeitsmarktstruktur. Durch die Krise könnte der Wirtschaftsmotor wieder ins Stottern kommen. Die Folge: Unternehmen, die vom Export abhängen, könnten in Schwierigkeiten geraten. Und mit ihnen die Arbeitnehmer.
Weiter äußerte sich Weise zur Entwicklung auf dem Stellenmarkt, was die Verteilung der Arbeit betrifft. Hier sieht der BA-Chef eine Verschiebung von der Voll- zur Teilzeitstelle. Gleichzeitig nehmen Mini-Jobs zu. Unterm Strich bereitet Frank-Jürgen Weise die Bürger auf sinkende Einkommen vor. Eine Tatsache, die für die Einführung von Mindestlöhnen spricht.
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