WestLB will in NRW erste Bad Bank ins Leben rufen

Anfangs hatten viele Banken nach der Schaffung einer staatlichen Bad Bank gerufen. Doch als die Bundesregierung dann gemeinsam mit dem Expertenteam erste Aufstellungen in Angriff nahm, wurde rasch Kritik am geplanten System laut, weil die Kosten und Risiken auch weiterhin vorrangig von den Banken getragen werden sollten.

Korrekturen wurden gefordert, zudem wurden viele Institute vorsichtiger und kündigten zunächst an, man wolle lieber abwarten oder habe grundsätzlich keinen Bedarf für die Auslagerung fauler Wertpapiere und die Bilanzen belasteter Kredite. Erst lehnte die Commerzbank ab, andere Banken folgten.

Doch nun ist es ausgerechnet die Landesbank von Nordrhein-Westfalen, die angeschlagene WestLB, die ihrerseits die erste Bad Bank in Deutschland gründet. Die Landesbank will das Bad-Bank-Gesetz zur Auslagerung toxischer Aktien nutzen, um über die Zweckgesellschaft wirtschaftlich wieder mehr Handlungsfähigkeit zu erhalten.

Ein entsprechender Antrag soll bereits beim Soffin, dem Rettungsfonds für die Bankenbranche, gestellt worden sein. Ab Ende September, so das Ziel bei der WestLB, will man Wertpapiere mit einem Gesamtvolumen von immerhin 6,4 Milliarden Euro in die neue Gesellschaft auflagern, um die Bilanzen aufzubessern.

Offiziell bestätigt ist die Nachricht bisher nicht, doch die Berichte mehren sich, dass die WestLB diesen Weg gehen will, um Investments, Staatsanleihen und ähnliche Finanzprodukte aus dem direkten Portfolio auszulagern. Da nun der Anfang gemacht ist, könnten weitere Banken folgen.

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