Wo ist das Bargeld der Deutschen?
Wo Der ehemalige SPD-Politiker und vormalige Finanzsenator aus der Landeshauptstadt Berlin, Thilo Sarrazin, ist bekanntlich inzwischen bei der Bundesbank angekommen.
Dort macht er sich als Vorstand der Bank dieser Tage so seine sorgenvollen Gedanken zum Thema Bargeld in Deutschland. Auch Sarrazins stellt sich die Frage danach, wo die Reserven an Bargeld in Deutschland inzwischen geblieben sind.
Denn bei der Bundesbank herrscht Unklarheit darüber, wie und wo 60 Prozent des in Umlauf befindlichen Geldes eigentlich steckt. Im erträglichsten Falle horten die Verbraucher ihr Geld in der Zeit der Wirtschaftskrise unterm Kopfkissen. Im schlimmsten Falle – so die Befürchtung von Bundesbankvorstand Sarrazin – könnten die Gelder für illegale Machenschaft genutzt werden.
Ein Großteil könnte möglicherweise für die Entlohung von Schwarzarbeiter genutzt werden. Oder es fließt direkt in die organisierte Kriminalität ab. Eine Summe von bis zu 80 Milliarden Euro soll zudem ins Ausland transferiert worden sein. Als Verantwortlicher fürs Bargeld freut sich der Experte Sarrazin aber dennoch über die Erkenntnisse aus einer frisch durchgeführten Studie.
Diese besagt nämlich, dass Bargeld nach wie vor der deutschen Verbraucher liebstes Zahlungsmittel beim Einkaufen ist. Die Menschen nutzen also auch im digitalen Zeitalter noch immer die Angebote ihrer Banken. 82,5 Prozent von 2000 Teilnehmern der Studie äußerten sich diesbezüglich pro Bargeld.
Mit weitem Abstand folgt die Zahlung per EC-Karte erst mit einem Anteil von 12 Prozent. Kreditkarten werden demnach sogar nur in rund 1,4 Prozent der Fälle verwendet.

