Zertifikate: Investitionen mit hohen Risiken

Wo kann ich als Anleger noch etwas aus meinem Geld machen, ohne dabei schon vorher von meinem Geld Abschied nehmen zu müssen?

Dieser Frage sehen sich zunehmend mehr Verbraucher ausgesetzt, seit selbst vormals interessante Modelle wie Tages- und Festgeld alles andere als vielversprechend sind. Zertifikate waren vielfach eine gute Wahl, an der sich mancher orientierte. Doch bei genauerer Betrachtung gibt es bei diesen Anlageformen sogar Risiko in zweierlei Hinsicht.

Da wären auf der einen Seite die stets bestehenden Gefahren, dass sinkende Aktienkurse am Kapital knabbern. Auf der anderen Seite steht indes ein Problem, dass vor dem Ausbruch der internationalen Finanzmarkt-Krise kaum jemand in Betracht gezogen hätte. Was nämlich, wenn die Bank als Emittent der betreffenden Zertifikate plötzlich und unerwartet Insolvenz anmelden muss?

Früher unvorstellbar, heute ein Alltagsproblem, mit dem sich viele Banken unterschiedlicher Größen konfrontiert sehen. Als Anleger gilt es also vor dem Einstieg die wirtschaftliche Lage des Zertifikate ausgebenden Unternehmens gut abzuwägen und zu analysieren. Spätestens seit der brisanten Lage rund um die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers sind Zertifikate Thema in vielen Debatten.

Interessant können die Modelle sein, allerdings bringen die besten Entwicklungen und Aussichten nichts, wenn das Unternehmen zum Zeitpunkt der Auszahlung nicht die nötigen Mittel zur Verfügung hat. Informationen von Ratingagenturen können bei der Einschätzung dieser Faktoren, zu denen auch die Kreditwürdigkeit zählt, helfen.

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