Zins-Hopping beim Tagesgeld in der Regel nicht lohnend
Die attraktiven Neukunden-Angebote einiger Tagesgeld Anbieter werfen die Frage auf, ob sich das sogenannte Zins-Hopping, bei dem die Hoch-Zins-Zeiträume ausgenutzt werden, wirklich lohnt.
Die Voraussetzungen für einen schnellen Wechsel des Tagesgeldkontos sind dadurch gegeben, dass es in der Regel keinerlei Kündigungsfristen gibt und man deshalb jederzeit sein Kapital umschichten kann. Zudem bringen die Neukundenangebote zwischen 0,5 und 1 Prozentpunkten mehr an Tagesgeld Zinsen. Bei diesen Werten erscheint es zunächst verlockend, das sogenannte und viel gepriesene Zins-Hopping zu betreiben.
Berechnungen verschiedener Tagesgeld Ratgeber zufolge steht der Aufwand jedoch kaum im Verhältnis zum Ertrag, da man jedes Mal das Post-Ident Verfahren hinter sich bringen muss und zudem auch ein gewisser Zeitaufwand entsteht, um die Formulare auszufüllen. Die Mehrerträge belaufen sich hingegen in vielen Fällen lediglich auf Summen im Bereich von unter 50 Euro pro Jahr. Ob es Zins-Hopping also für einen selbst interessant ist, muss man im Einzelfall entscheiden, die hohen Erwartungen erfüllt es jedoch nicht.

