Zinsjäger müssen jetzt schnell sein
Tagesgeld verspricht reichliche Beute und Zinssätze, die bei ausländischen Banken durchaus schon mal locker an der 6-Prozent-Marke kratzen, sind schon lange nicht mehr die Ausnahme.
Doch es war zu erwarten, dass die Zinsen nicht ewig steigen würden und so kündigt sich jetzt eine Zinssenkung an. Schnell muss also jener Kunde sein, der sich jetzt vielleicht durch seine Geldanlage und eine schnell abgeschlossene Zinsbindung noch profitieren möchte, bevor die Entwicklung vielleicht stärker rückläufig ist, als angenommen. Finanztest und auch die Stiftung Warentest raten allerdings deutlich dazu in Sachen Tagesgeld oder auch Festgeld nicht blindlings abzuschließen, sondern das Kleingedruckte nachhaltig und gründlich zu lesen, denn viele Angebote sind nicht mehr als Lockangebote.
Vor allem Banken aus dem europäischen und weltweiten Ausland sind auf dem deutschen Markt aktiv und locken meist mit deutlich höheren Zinsen als deutsche Banken und Sparkassen. Zu Lasten der Sicherheit der Anleger geht das und nur wer das Risiko eines Einlagenverlustes nicht scheut kann unter Umständen noch bessere Zinssätze für sich selbst vereinnahmen. Abgeraten wird übrigens, auch bei noch so lukrativen Zinssätzen, von den so genannten Kopplungsangeboten. Tagesgeld, oder auch Festgeld mit weiteren, daran angehängten und bindenden Finanzprodukten ist meist nicht ratsam, weil schlussendlich unnötig und im schlimmsten Falle kostenintensiv.
Wer die Hochzinsphase jetzt noch nutzt, handelt schlau, doch nicht um jeden Preis eine Geldanlage abschließen und schon gar unvorbereitet den Markt sondieren.

