PKV Familienversicherung

Ehepartner und Kinder in der PKV

Wenn der Versicherungsnehmer eine Familie hat, muss er nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Ehepartner und seine Kinder gegen drohende Krankheitskosten absichern. Dabei bestehen bei der Versicherung von Familienmitgliedern große Unterschiede zwischen der PKV und der GKV.

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Keine beitragsfreie Familienversicherung in der PKV

Gesetzlich Versicherte haben die Möglichkeit, im Rahmen der Familienversicherung ihre Kinder und nicht erwerbstätigen Ehepartner beitragsfrei mitzuversichern. In der PKV gibt es dagegen keine beitragsfreie Versicherung für Familienangehörige. Hier gilt der Grundsatz der individuellen Versicherung. Das bedeutet, es muss für jedes Familienmitglied eine eigene kostenpflichtige Versicherung abgeschlossen werden.

Versicherung des Ehepartners in der PKV

Welche Versicherung dem Ehegatten eines privat Versicherten offen steht, hängt vom seinem beruflichen Status ab. Dabei müssen folgende Fälle unterschieden werden:

Status Versicherung
Ehepartner ist ohne Einkommen oder nur geringfügig beschäftigt Ehepartner kann in der PKV gegen einen eigenen Beitrag mitversichert werden (eigener PKV Vertrag). Alternativ besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV
Ehepartner ist versicherungspflichtig angestellt Ehepartner muss sich als Pflichtmitglied in der GKV versichern, Ehepartner muss sich als Pflichtmitglied in der GKV versichern
Ehepartner überschreitet die Versicherungspflichtgrenze Ehepartner kann als freiwilliges Mitglied in der GKV bleiben oder ebenfalls in die PKV eintreten
Ehepartner ist selbständig tätig Ehepartner kann als freiwilliges Mitglied in der GKV bleiben oder ebenfalls in die PKV eintreten
Ehepartner ist Beamter Ehepartner kann als freiwilliges Mitglied in der GKV bleiben oder einen Beihilfetarif in die PKV abschließen

Kostenpflichtige Versicherung der Kinder in der PKV

Welchem Versicherungsschutz die Kinder unterliegen, richtet sich nach dem Versicherungsstatus beider Elternteile. Wenn beide Elternteile in der PKV sind, bleibt für deren Kinder nur die Wahl zwischen einer eigenen, kostenpflichtigen PKV Mitgliedschaft oder alternativ einer freiwilligen, kostenpflichtigen Mitgliedschaft in der GKV. Dabei ergibt sich für die Eltern die Möglichkeit, ihren Nachwuchs verhältnismäßig kostengünstig in der PKV unterzubringen, da bei Kindern noch keine Altersrückstellungen gebildet werden müssen.

Es ist auch möglich, dass die Kinder bei einer anderen privaten Versicherungsgesellschaft versichert werden als ihre Eltern. Zusätzlich gilt, dass Neugeborene bis zu zwei Monate nach der Geburt ohne Risikozuschläge und Wartezeiten von der privaten Versicherungsgesellschaft, bei der auch der privat versicherte Elternteil mindestens seit drei Monaten unter Vertrag steht, aufgenommen werden müssen. Dabei darf der Versicherungsschutz des Kindes aber nicht umfassender sein als der Versicherungsschutz des privat versicherten Elternteils.

Kostenlose Versicherung der Kinder in der GKV

Wenn dagegen ein Elternteil Mitglied in der GKV ist, können die Kinder unter gewissen Voraussetzungen im Rahmen der Familienversicherung bei diesem Elternteil kostenlos in der GKV mitversichert werden. Dies ist immer dann möglich, falls der in der GKV versicherte Elternteil das höhere Einkommen hat. Wenn aber der Elternteil mit dem höheren Einkommen in der PKV versichert ist, dürfen die Kinder nur dann in die gesetzliche Familienversicherung, falls dessen Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Für die Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung gelten zusätzlich folgende Altersbeschränkungen:

  • bis zum 18. Lebensjahr
  • bis zum 23. Lebensjahr, wenn sie nicht erwerbstätig sind
  • bis zum 25. Lebensjahr, wenn sie sich in der Schulausbildung, Berufsausbildung, Studium oder freiwilligem sozialen Jahr befinden
  • Keine Altersbeschränkung, wenn eine Behinderung vorliegt, durch die sich das Kind nicht selbst unterhalten kann

Beihilfetarife für die Familien von Beamten

Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn einen anteiligen Zuschuss zu den anfallenden Krankheitskosten. Dank dieser anteiligen Kostenübernahme bieten die privaten Versicherungsgesellschaften besonders günstige Beihilfetarife für Beamte an. Zusätzlich beteiligt sich der Dienstherr auch den Krankheitskosten von Ehepartnern und Kindern. Beim Ehegatten wird ein Beihilfesatz von 70% gezahlt, Kinder erhalten sogar einen Beihilfesatz von 80%. Dadurch kommen auch die Angehörigen eines Beamten in den Genuss der günstigen Beihilfetarife der PKV. Allerdings ist die Beihilfeberechtigung der Kinder nur so lange gegeben, wie auch ein Anspruch auf Kindergeld besteht.

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