Sparbriefleiter

Sichere und flexible Geldanlage

Gerade in stürmischen Börsenzeiten ist der Bedarf nach sicheren Geldanlagen besonders hoch. Je sicherer die Anlage, desto geringer fällt aber leider auch die Rendite aus. Zudem ist die Flexibilität häufig sehr eingeschränkt.

Wer beispielsweise auf Tagesgeld setzt, muss sich mit recht geringer Verzinsung begnügen. Eine reale Rendite bleibt nach Abzug von Steuern und unter Berücksichtigung der Inflation meist nicht. Dafür kommt man täglich an sein Geld, ist also in besonderem Maße flexibel.

Setzen Sie hingegen auf eine Versicherungslösung mit garantierter Verzinsung, können die Erträge zwar höher ausfallen, aber Sie sind nicht sonderlich flexibel und müssen eventuell sogar noch Abschlusskosten für den Sparvertrag bezahlen.

Sparbriefe oder Festgeld sind eine Alternative

Wer an Festgelder oder Sparbriefe denkt, hat ebenfalls oft nur die langen Laufzeiten und die somit sehr geringe Flexibilität im Auge. Dadurch, dass man die eigenen Gelder langfristig fest bindet, fallen aber auch die Zinsen höher aus, als das beispielsweise beim Tagesgeld der Fall ist.

Die Frage ist also, wie man die Vorteile von Festgeld und Sparbriefen nutzen kann und zeitgleich die Nachteile umgeht.

So funktioniert die Sparbriefleiter mit Ansparen

Die Antwort ist vergleichsweise einfach, man kann eine so genannte Sparbriefleiter anlegen. Hier passiert eigentlich nichts anderes, als das Sie nicht gleich Ihr gesamtes Vermögen auf einen Schlag in ein Festgeld einer bestimmten Laufzeit anlegen. Sie investieren stattdessen scheibchenweise und zeitlich versetzt in unterschiedliche Festgeldangebote, idealerweise zu den jeweiligen dann gültigen Topkonditionen.

Dazu eröffnen Sie zum Beispiel ein Tagesgeldkonto und sparen jeweils über 6 Monate Geld an. Nach dieser Zeit kaufen Sie einen Sparbrief oder schließen ein Festgeld ab. Im nachfolgenden Beispiel werden alle 6 Monate 2500 Euro über 3 Jahre angelegt.

Sparbriefleiter normale Anlage Beispiel steigende Zinsen
nach 6 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,00% p.a.
nach 12 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,00% p.a.
nach 18 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,00% p.a.
nach 24 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,50% p.a.
nach 30 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,50% p.a.
nach 36 Monaten 2.500 EUR für 3 Jahre 4,50% p.a.
nach 42 Monaten erste Wiederanlage 4,80% p.a.

Nach 42 Monaten läuft bereits der erste Sparbrief aus. Sind die Zinsen dann beispielsweise auf 4,8 % statt anfänglich 4 % gestiegen, können Sie zusätzlich profitieren. Das ursprünglich angelegte Geld kann danach dann immer wieder alle 6 Monate neu angelegt oder eben auch ausgegeben werden.

So funktioniert die Sparbriefleiter bei vorhandenem Kapital

Vielleicht sind Ihnen die 3 Jahresintervalle aber auch zu lange, oder Sie verfügen bereits über Kapital, welches angelegt werden soll. Dann können Sie eine leicht abgeänderte Variante wählen.

Sie investieren Ihr Geld einfach zu Beginn einmalig in Sparbriefe oder Festgelder mit 1,2,3,4 und 5 Jahren Laufzeit. Wenn die erste Anlage dann nach 12 Monaten fällig wird, können Sie erneut in das dann beste Angebot mit 5 Jahren Laufzeit investieren.

Jahr Was passiert?
1 Anlage über 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre
2 Wiederanlage der ersten Tranche über 5 Jahre
3 Wiederanlage der zweiten Tranche über 5 Jahre
4 Wiederanlage der dritten Tranche über 5 Jahre
5 Wiederanlage der vierten Tranche über 5 Jahre
6 Wiederanlage der fünften Tranche über 5 Jahre
7 Die erste verlängerte Anlage aus der ersten Tranche wird wieder fällig

In diesem Beispiel können Sie alle 12 Monate über einen Teil Ihrer Ersparnisse verfügen. Gegenüber der erstgenannten Variante, könnte sich eine höhere durchschnittliche Verzinsung ergeben, da im Laufe der Zeit nur noch über 5 statt 3 Jahre angelegt wird.

Fazit zur Sparbriefleiter

Sparbriefe und Festgelder gelten als sichere Geldanlage, aber eben auch als vergleichsweise unflexibel. Mit etwas Ideenreichtum können Sie jedoch auch Festgeld so anlegen, dass Ihnen regelmäßig die Wahl zwischen Wiederanlage oder eben Nutzung des angelegten Geldes bleibt.

Durch die Sparbriefleiter bleiben Sie auch in Bezug auf die Zinsentwicklung flexibel und binden sich nicht zwangsweise dauerhaft an die Konditionen in einer Zeit niedriger Zinsen.

FESTGELDZINSEN
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