Berufsunfähigkeitsversicherung - BU-Versicherung

Berufsunfähigkeit ist ein Schicksal, vor dem viele die Augen verschließen, obwohl inzwischen 25 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund physischer oder psychischer Probleme davon betroffen sind. Der einst erlernte oder der aktuell ausgeübte Beruf muss aufgegeben werden. Was bleibt, sind vor allem finanzielle Sorgen, die man mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abmildern kann.

Von Seiten des Staates können Betroffene kaum noch Hilfe erwarten. Genau aus dem Grund gilt die Berufsunfähigkeitsversicherung inzwischen als eine der wichtigsten Policen. Im Idealfall wird sie bereits während der Ausbildung abgeschlossen. Dadurch fällt der Beitrag deutlich geringer aus. Des Weiteren liegen bei Berufsanfängern in der Regel noch keine gravierenden Krankheiten oder Einschränkungen vor. Sie würden Ausschlüsse oder Risikozuschläge verursachen und damit den Versicherungsschutz einschränken oder verteuern.

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich

Der Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so gestaltet sein, dass der Lebensunterhalt mit der vereinbarten Rente bestritten werden kann. Als Minimum wird ein Betrag von 1.500 Euro empfohlen. Zusätzlich sind auch Einmalzahlungen möglich. Um den Vertrag später anpassen zu können, etwa wenn sich die Lebensumstände ändern, raten Experten zu einer Nachversicherungsgarantie ohne weitere Gesundheitsfragen. Ganz verzichtet werden sollte auf die abstrakte Verweisung. In dem Fall könnte die Versicherung verlangen, dass eine andere Arbeit aufgenommen wird.

Eine vernünftige gesetzliche Absicherung vor allem für jüngere Menschen gibt es im Fall einer Berufsunfähigkeit nicht. Die Leistungen der Erwerbsminderungsrente reichen in der Regel nicht aus, um das finanzielle Gleichgewicht beibehalten zu können. Deshalb bleibt nur der Weg der privaten Sicherung durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Grundsätzlich lassen sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zwei Typen unterscheiden. Es gibt auf der einen Seite die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung (BUZ), die an einen Lebensversicherungs- oder Rentenversicherungsvertrag gekoppelt ist. Auf der anderen Seite gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung als selbstständige Versicherung (SBZ).

Zum Tragen kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Versicherungsnehmer nicht mehr in der Lage ist, den letzten Beruf weiter auszuüben. Je nach Vertrag zahlt die Versicherung auch, wenn die Berufsunfähigkeit nur zu 50% vorliegt. Gründe für eine Berufsunfähigkeit können in Krankheit, Kräfteverfall oder Körperverletzung liegen. Die Berufsunfähigkeit muss ärztlich belegt werden. Wenn die Berufsunfähigkeit eintritt, bekommt der Versicherungsnehmer eine Berufsunfähigkeitsrente, die monatlich ausgezahlt wird.

Die Höhe der Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung ist von diversen Faktoren abhängig. Dazu zählen zum Beispiel das Alter des Versicherungsnehmers beim Eintritt oder die Berufsgruppe. Daneben spielt auch die vorhergehende Krankheitsgeschichte eine Rolle. So können bestimmte Erkrankungen aus der Versicherung herausgenommen werden, die im Vorfeld schon bekannt waren.

Bei Versicherungen zur Berufsunfähigkeit wird zwischen Versicherungsdauer und Leistungsdauer/Leistungszeit unterschieden. Die Versicherungsdauer definiert dabei den Zeitraum, in der die Versicherung bei Berufsunfähigkeit in Leistung tritt. Die Leistungsdauer legt die Dauer der Berufsunfähigkeitsrentenzahlung fest. In der Regel wird die Berufsunfähigkeitsrente nur bis zum Eintritt der gesetzlichen Rente gezahlt.