Steuern & Recht

Beitragsbemessungsgrenze & Versicherungspflichtgrenze 2021

Die Beitragsbemessungsgrenze sowie die Versicherungspflichtgrenze sind, wie die Namen bereits schon sagen, Grenzwerte für die Sozialversicherung. Die Versicherungspflichtgrenze stellt dabei den Betrag fest, ab dem die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse und Pflegeversicherung entfällt. Die Beitragsbemessungsgrenze dagegen ist der Höchstbetrag, der als Beitragsbemessung für die Sozialabgaben der gesetzlichen Versicherung gilt. Was ist die Beitragsbemessungsgrenze Die…

Hinzuverdienst beim Arbeitslosengeld I

Wer Arbeitslosengeld I bezieht, darf eine nebenberufliche Tätigkeit ausüben und Einkommen beziehen. Bis zum Freibetrag werden die Einnahmen nicht auf das Arbeitslosengeld I angerechnet. Arbeitslose müssen allerdings beachten, dass die wöchentliche Arbeitszeit keinesfalls mehr als 15 Stunden betragen darf – Andernfalls entfällt der Anspruch auf das Arbeitslosengeld. Grundsätzlich gilt: Im Arbeitslosengeld I Bezug darf nebenbei…

Baukindergeld – Immobilienförderung für Familien – KfW

Dank dem neuen Baukindergeld erhalten Familien mit Kindern seit dem 18. September 2018 eine Förderung für den Erwerb einer Immobilie. Bei einem Kind winken der Familie bis zu 12.000 Euro Förderung. Übrigens: Auch, wenn der Name der neuen Förderung vermuten lässt, dass nur Neubauten gefördert werden – zwischen einem Neubau und dem Kauf einer Immobilie…

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer bezweckt eine abschließende Besteuerung von privaten Kapitalerträgen durch einen pauschalen Steuerabzug an der Quelle (Quellensteuer). Die Abgeltungssteuer wird auf Einkünfte aus Kapitalvermögen erhoben (§ 20 EStG) und wurde zum 01.01.2009 eingeführt und ersetzte die bis dahin geltende Kapitalertrasteuer bzw. Zinsabschlagsteuer. Dabei ist die Abgeltungssteuer keine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer sondern eine endgültige Abgeltung der…

Freistellungsauftrag

Zinseinkünfte, Dividenden und sonstige Kapitalerträge, die Einkommenssteuerpflichtige auf Anlage- und Sparkonten erzielen, müssen versteuert werden. Es handelt sich bei ihnen um Kapitaleinkünfte, die der Einkommenssteuer unterliegen (§ 20 EStG). Erhebung von Abgeltungssteuer Seit Einführung der Abgeltungssteuer unterliegen Kapitalerträge pauschal dem gesonderten Steuertarif von 25% (§ 32d Abs.1 EStG). Allerdings kann hier der Freistellungsauftrag gestellt werden,…

NV-Bescheinigung

Bei der Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) handelt es sich um einen Antrag zur Freistellung von Steuer-Abgaben auf Kapitalgewinne (sprich: keine Veranlagung zur Einkommensteuer, geregelt im § 44a EStG) wie beispielsweise Zinsen und Dividenden. Normalerweise ist in Deutschland jeder Bürger dazu verpflichtet, auf seine Kapitalgewinne Steuern zu zahlen. Dabei handelt es sich um die so genannte Abgeltungssteuer, die fällig wird. Es…

Sparer-Pauschbetrag

Der Sparer-Pauschbetrag bezeichnet die im Einkommenssteuerrecht geltende Höchstgrenze für steuerfrei zu vereinnahmende Erträge aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 EStG. Der Sparer-Pauschbetrag sieht bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen einen pauschalen Abzug von Werbungskosten in Höhe von 801 Euro für Ledige bzw.1.602 Euro für steuerlich gemeinsam veranlagte Ehegatten vor. Keine Geltendmachung höherer Werbungskosten…

Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Der Arbeitnehmerpauschbetrag zählt zu den pauschalen Werbungskosten, die nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) jedem Arbeitnehmer gewährt werden. Dies bedeutet, dass bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit nach § 19 EStG ein pauschaler Abzug von 1.000 Euro nach § 9a Nr. 1 EStG ohne weitere Nachweise vorgenommen werden kann. Diese Pauschale wird jedem Arbeitnehmer gewährt, sofern keine…

Spenden in der Steuererklärung geltend machen

Spenden ist nicht nur steuerlich ein heikles Thema. Grundlage sind §§ 10d, 34 g EStG, 52 – 54 AO. Wer den Gesetzestext liest oder dieses versucht, dürfte eher wenig Lust verspüren, irgendwas zu spenden. Dennoch, im Wesentlichen lässt sich folgendes entnehmen: Spenden sind zunächst einmal freiwillige Geld- und Sachleistungen, denen keine Gegenleistung gegenübersteht. Die Zuwendungsbeträge…

Umzugskosten in der Steuererklärung

Tausende Menschen ziehen jedes Jahr beruflich veranlasst um, umso besser zu wissen, dass auch die Umzugskosten für einen beruflich veranlassten Wohnungswechsel in der Steuererklärung steuermindernd geltend gemacht werden können. Dabei kann der Steuerpflichtige auf zwei verschiedene Methoden seine Kosten in der Steuererklärung geltend machen, nämlich sowohl über den Einzelnachweis mit den tatsächlichen Kosten anhand von…

Besteuerung einer Abfindung

Erhält der Arbeitnehmer beim Ausscheiden aus dem Betrieb eine Entlassungsabfindung, so muss diese auch versteuert werden. Ein Steuerprivileg, welches Teile der Abfindung steuerfrei stellt, gibt es nicht. Die Abfindung unterliegt als Arbeitslohn der Lohnsteuer und muss vom ehemaligen Arbeitgeber über die Lohnsteuerkarte versteuert werden. Fünftelregelung statt Steuerfreiheit der Abfindung Jedoch kann der Steuerpflichtige auf ein Steuermodell zurückgreifen,…

Steuerliche Behandlung von Auslandsimmobilien

Mieteinkünfte aus der Vermietung einer ausländischen Immobilie unterliegen nicht mehr dem Progressionsvorbehalt. Solche Einkünfte führen daher nicht mehr zur Erhöhung des persönlichen Einkommenssteuersatzes. Dies gilt für alle Länder, mit denen Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Freistellungsmethode abgeschlossen hat. Für Einkünfte aus der Vermietung einer ausländischen Immobilie gilt in diesen Fällen nunmehr, dass weder negative noch positive…

Mini-Job Urlaubsanspruch

Häufig erhalten geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer in einem Mini-Job keinen bezahlten Urlaub, hauptsächlich aus Unwissenheit sowohl auf Seite der Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Fakt ist jedoch, dass Arbeitnehmer in einem 450 Euro Job ebenso Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub haben, wie Vollzeitbeschäftigte. Grundsatz der Gleichberechtigung Es gilt der Grundsatz der Gleichberechtigung (§ 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz -…

Wohneigentum bei Hartz IV

Grundsätzlich sind Bezieher von ALG II-Leistungen verpflichtet, Einkommen und Vermögen einzusetzen, um Hilfebedürftigkeit abzuwenden. In diesem Zusammenhang stellt sich oft die Frage, ob und in welchem Umfang Leistungsempfänger berechtigt sind, über Wohneigentum zu verfügen und dieses anrechnungsfrei zu nutzen. Denn nach der gesetzlichen Regelung sind bei der Feststellung der Hilfebedürftigkeit des Antragstellers als Vermögen alle…

Taschengeld Höhe

Das Taschengeld ist ein wichtiger Eckpfeiler der Kindererziehung. Allerdings sind sich viele Eltern darüber unsicher, welche Taschengeldgeldhöhe für ihr Kind angemessen ist. Darüber hinaus stellt sich auch immer die Frage, wann es mal wieder der richtige Zeitpunkt ist, um das Tagesgeld der lieben Kleinen zu erhöhen. Deshalb gehen wir in diesem Ratgeber auf die altersgerechte…

Vererben & Vermachen – Unterschiede

Der Tod ist ein Thema, mit dem wir uns nur ungern beschäftigen. Allerdings sollte zumindest die Erbfolge klar geregelt werden, ansonsten droht beim Vermachen Ärger. Oder gibt es zwischen dem Vererben und Vermachen etwa Unterschiede? Anders als es der allgemeine Sprachgebrauch durch die synonyme Verwendung nahelegt, herrscht zwischen dem Erbe und dem Vermächtnis aus juristischer…

Kein Testament vorhanden – Gesetzliche Erbfolge

Möchte man sein Erbe für die Zeit nach dem eigenen Tod genau regeln, entscheidet man sich am besten für ein Testament oder einen Erbvertrag. Hat ein Verstorbener das versäumt oder bewusst darauf verzichtet, wird über das Erbe anhand der gesetzlich festgelegten Erbfolge entschieden. Geregelt ist das im Erbrecht, das wiederum Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches (§1922…

Testament – Vorschriften & Formen

Jahr für Jahr scheiden in Deutschland tausende Bürger aus dem Leben und hinterlassen teilweise ein beträchtliches Vermögen. Und nicht jeder Verstorbene hat ein Testament hinterlassen, um die Erfolge zu regeln, was letzten Endes zu Auseinandersetzungen zwischen den Hinterbliebenen führen kann. Es ist daher nicht falsch, sich mit den Formvorschriften und Arten eines Testaments zu beschäftigen.…

Verkürzte Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz bietet überschuldeten Personen die Chance, sich von ihren Verbindlichkeiten zu befreien. Verhält sich der Schuldner in der „Wohlverhaltensphase redlich“, kann er die „Restschuldbefreiung“ beantragen und wird von seinen Verbindlichkeiten befreit. Wohlverhaltensphase bedeutet, dass er für die Dauer von sechs Jahren seine Arbeitskraft nutzt und den pfändbaren Teil seines Einkommens an einen vom Insolvenzgericht…

Privatinsolvenz mit Restschuldbefreiung

Das Verfahren der Privatinsolvenz verläuft auf vier Ebenen, die sich klar trennen lassen und in außergerichtliche und gerichtliche Teile unterschieden werden. Vor dem Antrag auf Privatinsolvenz muss der außergerichtliche Teil erfüllt werden, der sog. Versuch der außergerichtlichen Einigung anhand eines Schuldenbereinigungsplans. Verläuft dieses erfolglos, wird das Gericht eingeschaltet und es wird versucht, im Rahmen eines…

Mahnbescheid erhalten

Wenn die Post einen gelben Briefumschlag zustellt und der Absender auf ein Amtsgericht hinweist, heißt es aufpassen: es könnte ein Mahnbescheid enthalten sein. Mit der Zustellung eines Mahnbescheides laufen Fristen, deren Nichtbeachtung erhebliche Konsequenzen nach sich zieht. Mit einem Mahnbescheid macht ein Gläubiger eine Forderung gegen einen Schuldner geltend. Wird der Mahnbescheid rechtskräftig, kann der…

Post vom Inkassobüro erhalten

„Wehe, Sie zahlen nicht!“. Ja, und? Inkassobüros treten gerne autoritär auf. Sie spekulieren mit der Angst des Schuldners, dass er sich beeindrucken ließe und freiwillig doch noch zahle. Wer Post vom Inkassobüro erhält, sollte diese einordnen können. Wer darf Inkasso betreiben? Nur wer bei der zuständigen Behörde (meist sind die Landgerichte zuständig, § 2 Rechtsdienstleistungsgesetz)…

Autoverkauf an „Firma“

Der Blick auf das tollste Auto der Welt sollte nicht den Blick für das Kleingedruckte trüben. Stellen sich nach der Übernahme Mängel heraus, verweigern Verkäufer gerne die Mängelhaftung und verweisen auf den angeblich vereinbarten Gewährleistungsausschluss. Hier wird viel getrickst. Was ist ein Verbrauchsgüterkauf? Voraussetzung dafür, dass Sie als Käufer Mängelansprüche geltend machen können, ist ein…

Garantie und Gewährleistung

Der Begriff der Garantie ist ein Zauberwort des Marketings geworden. Händler werben mit „zwei Jahre Garantie“ und suggerieren, dass sie dem Kunden besondere Rechte zugestehen. Fälschlicherweise entsteht oft der Eindruck, dass der Konsument so einen Anspruch erhält, der über die gesetzlichen Gewährleistungsrechte scheinbar hinausgeht. Tatsächlich werden die Begriffe Garantie und Gewährleistung unzulässigerweise in einen Topf…

Privatverkauf

Mit Formulierungen wie „Gekauft wie gesehen“, „Keine Gewährleistung“ versuchen Verkäufer bei einem Privatverkauf ihre Haftung für eventuelle Mängel der Ware auszuschließen. Der Käufer soll auf eigenes Risiko kaufen. Auch ein Privatverkauf ist ein Kaufvertrag. Dazu kommt es nicht darauf an, wie der Verkäufer mit dem Käufer in Kontakt tritt. Privatverkauf ist jeder persönlich „Auge in…

Widerrufsrecht beim Onlineshopping

Noch nie war Einkaufen so einfach. Doch manch ein von der Werbung verführter Verbraucher reut den voreiligen Kaufentschluss. Ihm hilft das Gesetz. Es verpflichtet den Verkäufer im Fernabsatzgeschäft zu besonderer Transparenz und gewährt dem Verbraucher ein Widerrufsrecht. Die Problematik des Onlineshopping Kauft ein Verbraucher eine Ware im Laden vor Ort, weiß er, was er kauft…

Geschenkgutscheine

Gutscheine sind in unserer Konsumwelt ein beliebtes Marketinginstrument. Auch der Verbraucher schätzt sie, da er sich mit der Übergabe eines Geschenkgutscheines keine Gedanken mehr über ein Geschenk zu Weihnachten, für den Geburtstag oder die Familienfeier machen muss. Außerdem wird vermieden, dass der Beschenkte mit einem herkömmlichen Geschenk eventuell nicht besonders zufrieden wäre. Mit einem Gutschein…